Viele sagen ja, Schwarz sei eigentlich keine Farbe – es wäre ein Zustand, die Abwesenheit von Farbe. Für andere ist es eine Einstellung, eine Obsession, das non plus ultra.

In der Modewelt ist Schwarz ein echter Klassiker – oldie but goldie. Warum aber sind wir dieser „Farbe“ so verfallen?

Als ich noch jünger war und zu Hause wohnte, war Schwarz ein absolutes Tabu. Das trägt man nur zu Beerdigungen, das macht dich noch blasser, als du eh schon bist. Danke. Also habe ich es wie jeder Jugendliche gemacht: ich habe konsequent Schwarz getragen. Dabei habe ich keinen Ausflug in die Gothic Szene gemacht, aber Schwarz bedeutete schon immer eines für mich: Eleganz und Abgrenzung. Denn gerade das war in dieser rebellischen Phase besonders wichtig. Da, je älter die Menschen werden, sie interessanterweise umso weniger Schwarz tragen.

Coco Chanel schrieb damals in der Vogue über eines ihrer kurzen schwarzen Kleider, dass diese einmal die Uniform für alle Frauen mit Stil werden. Das kleine Schwarze war geboren und bleibt bis heute der Inbegriff von Klasse und Chic. Dagegen war Modeschöpfer Yves Saint-Laurent der Meinung, dass ein einfacher schwarzer Rollkragenpullover – vorzugsweise aus Kaschmir – im Kleiderschrank einer Frau ausreiche.

Die Farbe Schwarz zieht sich durch die Modegeschichte wie ein roter Faden. In den 50er Jahren kombinierten Frauen enge schwarze Bleistiftröcke mit weißen figurbetonten Blusen. Männer orientierten sich an ihren Vorbildern wie James Dean, oder Elvis Presley und trugen (denn Männer kombinieren nicht) Blue Jeans mit schwarzen Lederjacken. Selbst in der modisch-revolutionären Phase der bunten Sechziger und Siebziger Jahre konnte Schwarz sich durchsetzen. Military-Look mit schwarzen Lederboots und langen Mänteln half neben bunten Farben und Mustern den Krieg zu verarbeiten. Punks verarbeiteten damit Flower Power und Disco-Mode – und Vivienne Westwood machte das Ganze laufstegtauglich. Gothics entwickelten ein komplettes Lebensgefühl aus dieser Farbe und die 90er erlaubten sich ganz einfach alles noch einmal zu vermischen.

Schwarz ist verrucht und geheimnisvoll, aber es ist auch zurückhaltend und seriös. Es ist elegant und klassisch, aber auch rebellisch und anders. Eine schwarze Aktentasche als Begleiter zu einem wichtigen Termin ist genauso unabdingbar, wie ein Anzug oder eine Krawatte und hat sich zum Must-Have für Geschäftsleute entwickelt.

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Ein Beitrag von Stephanie Duscha