Berlin liebt man oder Berlin hasst man. Ein dazwischen gibt es eigentlich nicht. Berlin lebt und liebt einfach die Extreme und das ist nichts für jedermann.
Die Ziege war am Wochenende in der Hauptstadt. Zum einen beruflich – sie hat’s aber auch richtig krachen lassen…

Wenn es einen freitags beruflich in die Hauptstadt treibt, dann bleibt man natürlich das ganze Wochenende. So hat es auch die Ziege gemacht. Freitag ging es los von Rostock via grünem Reisebus direkt nach Berlin, denn dort sitzt eine der neuen Agenturen mit denen Gusti Leder ab sofort eng zusammen arbeitet. Innovation und Fortschritt sind bei uns genauso wichtig wie Weiterbildung und lebenslanges Lernen. Daher stand der Freitag im Fokus des neuen Partners und der Teilnahme an einem Seminar. Neue Technik und das Mitgehen mit der Zeit sind das eine, aber die Kompetenz diese richtig anzuwenden das andere. Das Wissen bleibt letztlich natürlich nicht beim Einzelnen, sondern wird bei Gusti Leder an alle weitergegeben. Geteiltes Wissen ist aber nicht gleich halbes Wissen – denn viele verschiedene Kompetenzen und Fachbereiche treffen aufeinander und jeder lernt von jedem. So war der Freitag letztlich ein erfolgreicher und lehrreicher Tag und er endete mit der Vorfreude auf Montag, an dem man das neu Erlernte endlich anwenden kann.

Da die Ziege das Wochenende gleich mal verlängert hat, konnte sie am Samstag das traumhafte Wetter in Berlin genießen und ließ sich am Alexanderplatz den Pelz bräunen. Bei Bratwurst und Kaffee kann man aber auch ausgezeichnet dem Flair dieses weltberühmten Ortes frönen und Berliner, sowie Touristen, beobachten.

Da sind beispielsweise die hauptberuflichen Ostseeurlauber, die sich wetterbedingt entschieden haben, doch lieber nicht ans Meer zu fahren. Dann sind da noch die Reisegruppenteilnehmer – immer im Rudel unterwegs. Damit keiner verloren geht und keiner den Bus verpasst. Lieber schon eine Stunde vor Abfahrt zurück sein, man möchte ja noch dem interessierten Busfahrer von seinen ausgezeichneten Berlin Kenntnissen berichten. Die Berlin Ersties, egal welchen Alters, finden sich alle gleichermaßen unter dem Fernsehturm zusammen. Schauen nach oben, halten sich schützend die Hand vor die Stirn, rümpfen die Nase und meinen: „den habe ich mir aber viel größer vorgestellt.“ Altersbedingt schließt sich nun die Entscheidung an: rauf auf den Turm oder ab in den berühmten Klamottenladen mit den unfassbar billigen Klamotten? Die Ziege, die beides schon erlebt hat, meint, sollte sie je einer vor die Entscheidung stellen, entweder mit einem Sack Ziegelsteine auf dem Rücken die Treppen zum Fernsehturm hinauf zu gehen oder nochmal einen Nachmittag im P…… zu verbringen, sie würde ersteres wählen. Mit zwei Säcken Ziegelsteine.

Abends zog es die Ziege in ein Tanzlokal, von dem immer alle sagen, es wäre so richtig „geil“ da. Direkt im Bahnhof der Warschauer Straße gelegen, stürzte sich die Ziege also ins Berliner Nachtleben. „Ziemlich groß und voll hier“, stellte die kleine Ziege fest. Trotzdem ließ sie sich nicht davon abhalten unter den Augen leicht bekleideter Damen und inmitten schwitzender Massen die Hufen zu schwingen. Immer wieder Nebel und Lichter von oben, feierwütige Zweibeiner um sie herum und vibrierende Musik mit einem super Anheitzer neben dem DJ. Hinter dem Pult tummelten sich bunte, kleine und große von den genannten Zweibeinern und die Ziege hörte, dass seien die angesagtesten Schauspieler aus einer Reality Soap die Tag und Nacht aus Berlin berichtet. Foto! Irgendwann schmerzten die Hufen der kleinen Ziege und sie entschied sich die Nacht zu beenden. Glücklich und erschöpft vom Tanzen meinte sie: „die Menschen hatten recht, das war toll!“ Und schlummerte leise ein…

Die Ziege sagt, Berlin sei genial und immer eine Reise wert. Was die Hauptstädter auch so unglaublich sympathisch macht – während dieser ganzen Zeit war den Berlinern einfach alles egal..

Ein Beitrag von Stephanie Duscha