Am 20. März war Frühlingsbeginn – das weiß ja jedes Kind. Was aber die wenigsten Kinder wissen, ebenso wie die wenigsten Erwachsenen:

Es gibt drei Arten den Frühlingsbeginn zu bestimmen.

Die astronomische Bestimmung ist wohl die bekannteste. Leicht zu merken und stets am gleichen Tag.

Aus statistischen Gründen haben auch die Meteorologen einen festen Tag eingerichtet, an dem der Frühling bitteschön Einzug halten soll. Der 1. März. Ich kenne keine Meteorologen, aber ich hoffe sehr, dass sie nicht alle ihre Pflanzen zum meteorologischen Frühlingsanfang rausstellen… Das hat, zumindest für die meisten von ihnen, sicherlich kein gutes Ende. Was die Augen des Meteorologen jedoch trocknen könnte ist die folgende dritte Art den Frühling zu bestimmen:

Nach dem Wachstum der Pflanzen!

Diese Möglichkeit nennt man den phänologischen Frühlingsbeginn. Als Richtwert zum Anfang des „Vollfrühlings“ gilt hier nun die Blüte des Apfelbaumes. Den Anfang des „Vorfrühlings“, wie er im phänologischen Kalender genannt wird, haben wir auch dieses Jahr seit der Blüte der Schneeglöckchen miterlebt. Was aber der sogenannte „Vollfrühling“ mitbringt ist das, was ich als Frühling verstehe – den Kaffee wieder auf dem Balkon trinken, Freunde draußen treffen, öfter ans Meer fahren und sein Gesicht wieder in die Sonne halten können.

Da geht es den Pflanzen wie den Menschen, denn ohne Sonne und Wärme ist eben noch kein Frühling. Ich glaube es ging Eduard Mörike schon ganz genauso, als er 1829 sein bekanntes Gedicht geschrieben hat. Und jetzt geht es mir so, wenn ich durch die Straßen laufe und diese altbackenen Zeilen nicht mehr aus dem Kopf bekomme.

Da haben wir alle nochmal Glück gehabt, dass wir unsere inneren Uhren nicht dressieren müssen wie Zwergkaninchen, damit sie pünktlich auf den Stichtag des Frühlingsbeginns zu ticken anfangen. Dem phänologischen Frühlingsbeginn sei Dank!

Blühen eure Apfelbäume schon?

Den Frühling feiern wir auch auf unseren Unikat-Taschen mit blumiger Kreativität. Schau doch mal vorbei:

www.gusti-leder.de