In regelmäßigen Abständen sind wir in Indien unterwegs, um dort die Arbeitsbedingungen unserer Produzenten, sowie die Haltung der Tiere vor Ort zu kontrollieren. Vor kurzem stand so ein Besuch auf dem Programm und unser Geschäftsführer war, gemeinsam mit unseren Produktmanagerinnen, in Indien bei unseren Produzenten. Diese Reisen sind immer wieder spannend, denn Indien ist ein sehr vielseitiges Land und für uns Europäer auch irgendwie eine total andere Welt.

Wir wollen Euch die Details dieser Reise natürlich nicht vorenthalten und geben Euch aus diesem Grund ein paar Einblicke in unser Gusti Leder Indien-Reisetagebuch. Egal, ob Du gerade vom Fernweh gepackt im kalten Deutschland mit einer heißen Tasse Tee in der Hand auf Deiner Wohnzimmercouch sitzt, oder Du dich einfach nur fragst, wie die Arbeit unserer Gusti Leder Produzentenfamilien am anderen Ende der Welt so aussieht – es lohnt sich auf jeden Fall weiterzulesen!

Endlich angekommen! 

Nachdem wir gestern Nacht in Delhi gelandet sind, ging es direkt mit einem sehr kuriosen Taxi ins Hotel. Unsere Koffer durften zum Teil nur, ohne jegliche Sicherung, auf dem Dach mitfahren, die Türen ließen sich nur mit gut Zureden öffnen, Anschnallgurte gibt es nicht und die Linien und Ampeln auf den Straßen sind sowieso nur zur Zierde.

Montag morgen haben wir uns mit Logistikern aus Delhi getroffen, um eine mögliche Zusammenarbeit zu besprechen. Sie haben erzählt, dass sie, obwohl sie aus Delhi kommen, 1,5 Stunden fahren mussten, weil wegen einem Senator einige Straßen gesperrt waren. Schon im Hotel hat man gemerkt, dass Europäer und besonders Frauen, die dazu auch noch blond sind, nicht oft herkommen. Hier wurden wir schon angestarrt. Allerdings schauten sie meist weg, sobald man es bemerkte und zurück schaute.

Um 11 Uhr  sind wir dann mit dem Shuttle zum Delhi Domestic Airport gebracht worden, diesmal mit einem neueren Auto, dass sogar Anschnaller hatte. Der Flug war etwas holprig, und die Flughäfen sind wieder eine komplett andere Welt: dort trifft man Menschen, die offener sind und bereits mehr von der Welt kennengelernt haben. Weiter ging es mit einer Motorrad-Rickscha zum Busbahnhof, was im Prinzip ein großer sandiger Innenhof war, wo sich Rickschas, Busse, Mopeds und natürlich Fußgänger versucht haben, nicht gegenseitig zu überfahren. Die gute Absicht wird dabei durch mehrfach ausgiebiges Hupen kundgetan, nicht zu verwechseln mit dem grüßenden Hupen. Dann ging es mit dem Bus 5 Stunden durch die Wüste, bis wir endlich an unserem Ziel ankamen. In dem Bus gab es Liegeabteile und unser Busfahrer hatte einen rasanten und holprigen Fahrstil, wobei letzteres auch an der Straße liegen kann. Die Geräuschkulisse war auch nicht zu verachten: Hupen in drei verschiedenen Rhythmen sowie die Fahrgeräusche vom Bus selbst. Heil angekommen wurden wir sofort mit Hotel- und Restaurantangeboten überhäuft. Im richtigen Hotel angekommen, konnten wir schließlich unsere Zimmer beziehen, bevor wir den Tag beim Abendessen ausklingen ließen.

Fortsetzung folgt…